Dienstag, 17. Oktober 2017 22:19

RescueDays_DK

Horster Feuerwehrleute bei den RescueDays in Dänemark

 

Horst

 

fwke

Vor kurzem hatten zwei Kameradinnen und vier Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Horst/Holstein die Gelegenheit, als Zuschauer bei den Rettungsdemonstrationen des RescueCenters in Esbjerg, Dänemark, teilzunehmen. Schauplatz war der Flugplatz von Vojens, ca. 65km nördlich von Flensburg.  Die einzelnen Rettungsübungen wurden an fünf verschiedenen Stationen durchgeführt. Die Feuerwehrkameraden aus Horst wurden von den Instruktoren gebeten, als Verletztendarsteller mitzuwirken. Benedict Reher und Kevin Otterbein kletterten in ein über Kopf hängendes einmotoriges Sportflugzeug, dass in vier Meter Höhe in einem Baum verkeilt war. Hierbei handelte es sich um die Überreste der Maschine, die seiner Zeit wirklich hier abgestürzt war. Nachdem die Übungsleiter noch zusätzlich Benzin verschütteten, war das Absturzszenario beeindruckend realistisch vorbereitet. Eine Situation wie sie auch in Horst denkbar wäre, wenn man sich die Flugbewegungen auf den kleinen Flugplätzen in der Umgebung in Erinnerung ruft. Wie an den anderen Stationen waren jetzt die Einsatzerfahrung und das Improvisationsvermögen der zusammengewürfelten Rettungscrews gefragt. Ob die Mitarbeiter nun von der Flughafenfeuerwehr aus Oslo oder den verschiedensten Regionen Dänemarks kamen, innerhalb kürzester Zeit gelang es ihnen als Einheit mit Leiterbühne, Leitern, Schleifkorbtrage und Spinboard die Verletzten zu retten, die es den Helfern mit gespielter Bewusstlosigkeit nicht einfach machten. In Teamwork gelang es, beide Kameraden wieder auf den Boden zu bringen.

An einer anderen Station wurde die Menschenrettung aus einem auf dem Kopf liegenden PKW auf einer Betonabdeckung einer Autobahnabgrenzung demonstriert. Auch hier galt es die Person möglich schonend aus dem Wrack zu befreien. Interessant zu sehen, wie es die Profis in Dänemark anstellten, mit den gleichen Hydraulik-Werkzeugen, die auch die Horster Feuerwehr bei den Verkehrsunfällen auf der Autobahn und Umgebung einsetzen, hier erfolgreich vorzugehen. An einer dritten Station war eine Person unter der Hinterachse eines Sattelzuges eingeklemmt. Hier einen hydraulischen Rettungszylinder richtig einzusetzen, um das Fahrzeug direkt unter dem Felgenhorn des LKW-Reifens hochzudrücken, war die Aufgabe der nächsten Gruppe. Die Kettenrettung bei einem PKW als eine Form der Crash-Rettung wurde an mehreren Fahrzeugen gezeigt. Diese in Norwegen häufig eingesetzte Form der schnellen Personenrettung geht zurück auf die Tatsache, dass im hohen Norden die Temperaturen häufig deutlich unter Null Grad Celsius liegen. Deshalb muss man die Verunglückten schnell aus dem Kfz befreien. Dies hat eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Horst/Holstein im letzten Jahr im RescueCenter in Esbjerg bereits ausgiebig üben können. Neben etlichen weiteren Hinweisen, wie man Menschen in einer Zwangslage schnell und kompetent Hilfe leisten kann, war dieser Tag auf dem weitläufigen Flugplatzgelände ein Erlebnis, dass noch lange bei den Horster Helfern in Erinnerung bleiben wird.

Auf diesem sehr ausgedehnten Areal ist auch die F-16 Fighter Wing der dänischen Luftwaffe beheimatet, die an diesem Tag den sogenannten Familientag mit ihren Angehörigen beging. Dadurch erhielten die fast 50 Feuerwehr-Teilnehmer aus ganz Skandinavien einen eigentlich nicht geplanten Eindruck von der Leistungsfähigkeit dieses Flugzeugtyps in einer besonderen Flugshow. Für die Horster Kameraden ergab sich noch die Besichtigung, Mitfahrt und Demonstration der großen Löschfahrzeuge von der Flugplatzfeuerwehr. Über 30 to schwer, 8900 Liter Wasser an Bord und mit einem mächtigen Motor, der die Fahrzeuge auf 110 km/h beschleunigt. Eine Erfahrung der besonderen Art.

fwke

 

Klaus Rahlf

Pressesprecher FF Kellinghusen

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Bild Flugplatzlöschfahrzeug1: Von links: Fahrer Kfz, Kevin Otterbein, Benedikt Reher, Manuela Böttger, Melanie Böttger, Hans-Willi Böttger

 

 

 

 

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